Die
Basis hierfür, so der Pädagoge Karl Gebauer und der Hirnforscher
Gerald Hüther, sind Vertrauen und Beziehungsfähigkeit. So
schreiben sie in ihrem Buch „Kinder brauchen Vertrauen“:
„Eine erfolgreiche Bildungspolitik wird sich mit der grundlegenden
Erkenntnis vertraut machen müssen, dass vertrauensvolle menschliche
Beziehungen nicht nur bestimmend für die Persönlichkeitsentwicklung
sind, sondern auch die entscheidende Voraussetzung für die Aneignung
von Erziehung und Bildung darstellen.“ Lernen über Leistungsdruck
und Zwang kann nicht mehr Ziel einer modernen Erziehung sein. Viel mehr
steht im Vordergrund die Suche nach positiven Werten, die aus der Bildungsmisere
herausführen. |
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Was
Kinder mehr als alles andere brauchen, um Probleme und Schwierigkeiten
zu meistern, neue Erfahrungen zu sammeln und auf diese Weise zu selbstbewussten
und kompetenten Persönlichkeiten heranzureifen, ist Vertrauen. Und
um Vertrauen zu sich selbst zu entwickeln, brauchen sie immer wieder andere
Menschen, die ihnen Mut machen und ihnen etwas zutrauen. Das ist der Boden,
auf dem Lernen gelingen kann. Das Gefühl: „Ich kann das schaffen!“
gibt den Halt, auch mal mit Rückschlägen und Misserfolgen klar
zu kommen.
Wer von vorne herein die Schultern hängen lässt, wird wahrscheinlich
wenig Biss haben, eine schwierige Matheaufgabe doch noch zu lösen
oder eine schlechte Zensur auszugleichen. Und wer nie hört: „Du
kannst das!“ wird sich im Unterricht kaum trauen, aufzuzeigen oder
eine eigene Meinung zu einem Thema zu entwickeln. Statt zu bestärken
reagieren viele Erwachsene bei Lernproblemen häufig damit, dass sie
die Kinder antreiben, unter Druck setzen und schimpfen.
Doch Kinder brauchen das Gefühl, dass die Erwachsenen hinter ihnen
stehen und sie positiv fördern, sonst verlieren sie alles, was von
diesem Vertrauensschatz getragen wird: Ihre Neugier, ihre Begeisterungsfähigkeit,
ihre Gestaltungskraft und ihre Lernfreude. Doch, so Gerald Hüther,
„dann sind die besten Lehr- und Lernprogramme nutzlos, dann muss
nichts gefördert oder gar gefordert , sondern etwas zurückgewonnen
werden – eben Vertrauen.“ Und Vertrauen kann man nicht unterrichten
und nicht einüben. Vertrauen kann einem Kind nur von anderen geschenkt
werden. Hier sind nicht nur die Eltern gefragt. Auch Erzieher, Lehrer,
Freunde und andere Bezugspersonen können den Kindern diesen emotionalen
Halt geben.
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Neugier wecken, Freiräume bieten, den Rücken stärken
- damit
schaffen Sie ein optimales Lernumfeld
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Lassen Sie ihrem Kind angemessene
Freiräume zum eigenen Ausprobieren und Entdecken. |
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Um neugierig, mutig und motiviert
zu sein, brauchen Kinder das Gefühl, dass ihnen etwas zugetraut
wird. Das gilt natürlich auch für das Lernen in der Schule.
Wer früh das Gefühl bekommt: “Das kannst Du sowieso
nicht“, der verliert das Selbstvertrauen und damit auch den
Antrieb, Neues zu lernen. So gibt es viele Kinder, die sich im Laufe
ihrer „Schulkarriere“ durch solche Erfahrungen nach
und nach immer mehr aufgeben. |
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Loben Sie ihr Kind. Bestärken
sie öfter mal mit einem „Das schaffst Du schon“
oder „Ich trau Dir das zu“. |
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Lachen oder Spotten sie nicht über
nicht erbrachte Leistungen. Auch Schimpfen und Herabsetzen schwächt
das Selbstwertgefühl und damit auch den Nährboden für
gute Leistungen. |
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Das gleiche gilt für Leistungsdruck
und Überforderung: Wenn Die Messlatte immer ein Stück
zu hoch liegt und bei Kindern das Gefühl aufkommt, nie gut
genug zu sein, geht das Selbstvertrauen nach und nach kaputt. Das
Lernen wird immer schwerer oder funktioniert nur noch mit Druck
und Sanktionen, statt aus eigener Motivation. |
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Fördern heißt fordern:
Geben Sie nicht zu schnell auf, wenn ihr Kind etwas nicht kann,
seien sie geduldig beim Üben und Ausprobieren. Hintergrund
sollte nicht sein: “Du musst das schaffen.“, sondern
„Du kannst das schaffen.“ |
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Geben Sie ihrem Kind Zeit für
seine individuelle Entwicklung. Kinder lernen in so genannten „Lernfenstern“,
in denen sie für bestimmte Erfahrungen besonders aufnahmebereit
sind. Sie lernen also nicht jederzeit alles gleich schnell, sondern
in Phasen. Und: “Oft müssen einzelne Fähigkeiten
erst einigermaßen gefestigt sein, bevor das nächste ‚Entwicklungsfenster’
aufgehen kann“, so Gerald Hüther. |
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Vermeiden Sie es, Kindern „einzureden“,
was sie können und was nicht: „Unsere Karla hat einfach
zwei linke Hände“, „Ben ist ja eher ein Handwerker,
mit dem Lernen hat er’s nicht so“. Natürlich gibt
es unterschiedliche Begabungen, aber so wird Karla von vorne herein
mit dem Gefühl an Dinge herangehen, ungeschickt zu sein. |
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Erinnern Sie sich zurück: Wie
haben Sie das Lernen gelernt? Gab es zu hause Leistungsdruck oder
vielleicht Desinteresse? Oder wurden Sie bestärkt und gelobt?
Wie gingen ihre Eltern mit schlechten schulischen Leistungen um?
Und wie haben Sie das als Kinder empfunden? Oft wiederholen wir
unbewusst Verhaltensweisen, die wir schon bei unseren Eltern erlebt
haben, ob sie uns gut taten oder nicht. Wollen Sie es genauso machen
wie ihre Eltern oder möchten sie bewusst etwas verändern? |
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Titel |
Kinder
brauchen Vertrauen. Erfolgreiches Lernen durch starke Beziehungen
|
© Walter 2004 |
Autoren |
Karl
Gebauer, Gerald Hüther |
| Zielgruppe |
Eltern,
Pädagogen |
| Verlag |
Walter-Verlag |
| Kategorie |
Ratgeber - Sachbuch |
| ISBN
|
3530401633 |
| Preis
|
16,-
€ |
Der Psychologin Stemmer Beer geht es vor allem darum, die notwendigen
Schritte zur Entwicklung einer unabhängigen Persönlichkeit aufzuzeigen.
Die Leserin kann dadurch – gleich ob Mutter oder Tochter –
praktikable Hilfen für ihren eigenen Entwicklungs- und Auseinandersetzungsprozess
ableiten.
Stemmer-Beer: „Mutter-Tochter-Verhältnisse sind meist selbstverständlich
vertraut, aber oft ungeklärt. Emotionales wie Erwartungen aneinander,
selbstverständlich beanspruchte Zuwendungen, Dienstleistungen und
Liebe, auch Streit und Verletzungen werden meist nie in Frage gestellt
oder besprochen. Dazu soll mein Buch ermuntern.“
Titel |
Lernen
braucht Vertrauen. Perspektiven für eine innovative Schule
|
© Walter 2006 |
Autoren |
Karl
Gebauer, Christina Krause, Bernd Fittkau |
| Zielgruppe |
Eltern, Pädagogen |
| Verlag |
Walter
Verlag |
| Kategorie |
Ratgeber - Sachbuch |
| ISBN
|
3530422118 |
| Preis
|
16,-
€ |
Ziel einer erfolgreichen weiblichen Erziehung muss es sein, Eigenschaften
wie Selbstbewusstsein, Optimismus und Widerstandskraft, die Mädchen
im Kindesalter an den Tag legen, zu erhalten und zu stärken. So vorbereitet,
werden sie die Herausforderungen, die in der Pubertät auf sie zukommen,
besser bewältigen und zu selbständigen Frauen heranwachsen,
die ein glückliches, erfülltes und kreatives Leben führen.
Wie in ihrem Bestseller "Gute Väter - Selbstbewußte Töchter"
gibt Nicky Marone auch in ihrem neuen Buch wertvolle Ratschläge für
Mütter und Väter von Mädchen - vom Kindergartenalter bis
in die Pubertät.
Autorin: Nikola Materne
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