„Ravensburger Elternsurvey 2010“ – Wie zufrieden sind Eltern heute? |
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Ob Eltern sich mit ihrer Aufgabe gut fühlen, hängt von vielen Faktoren ab: Geld, Bildung und Arbeitssituation spielen ebenso eine Rolle, wie die Unterstützung durch soziale Netzwerke und die Familienpoltitik. Auch persönliche Bedingungen wie Gesundheit und Partnerschaft sind wichtig. In einer aktuellen, von der Stiftung Ravensburger Verlag initiierten Studie, wurde die Elternzufriedenheit untersucht. Modernen Eltern ist demnach gemeinsam verbrachte Familienzeit wichtiger, als ein hohes Einkommen. Soziale Netzwerke haben eine große Bedeutung, ebenso wie ein partnerschaftlicher Umgang mit den Themen Geld und Kindererziehung. |
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Soziale Netzwerke und Bindungen |
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Mütteraufgaben - Väteraufgaben |
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Die Auswirkung von Geld und Bildung In Hinblick auf das materielle Wohlbefinden lässt sich festhalten, dass Väter und Mütter in Paarhaushalten, die unterhalb der Armutsgrenze leben, mit ihrem Leben im Allgemeinen unzufriedener sind als diejenigen, die nicht unterhalb dieser Grenze leben. Die Einkommenshöhe per se hat interessanterweise dagegen keinen signifikanten Einfluss auf die Lebenszufriedenheit. Wenn man die Zufriedenheit mit „Arbeit und Einkommen“ betrachtet ist dies allerdings anders, hier spielt die Einkommenshöhe eine signifikante Rolle: Je höher das Einkommen, desto zufriedener sind alle Eltern mit ihrer Arbeit und ihrem Einkommen. Die Bildung hat nur bei Müttern in Paarhaushalten eine signifikante Bedeutung, hier sind Akademikerinnen deutlich zufriedener mit ihrem Leben als Mütter ohne Berufsabschluss. Bei Vätern macht der erfasste Bildungsstand keinen signifikanten Unterschied. Bemerkenswert ist, dass alle Eltern ohne Berufsabschluss mit ihrer Arbeit und ihrem Einkommen unzufriedener sind – ihre objektiv schlechteren Chancen auf dem Arbeitsmarkt spiegeln sich demnach auch in der Unzufriedenheit mit dem Einkommen und der Arbeit wieder. |
Familienpolitik Betrachtet man die Zustimmung der Eltern zu familienpolitischen Maßnahmen, so zeigt sich auch hier eindeutig, dass junge Eltern Maßnahmen favorisieren, die ihnen mehr Familienzeit einräumen. Nach flexiblem Zeitmanagement sind verbesserte Infrastrukturen zur Kinderbetreuung und schließlich mehr Geldleistungen gefragt. Soziale Netzwerke spielen eine entscheidende Rolle. „Es stellt sich allerdings die Frage, was mit den Familien ist, die nicht auf solche Unterstützung zurückgreifen können“, mahnen die Wissenschaftler an. Lokale Bündnisse für Familien, Mehrgenerationenhäuser oder auch Formen von Patenschaften seien mögliche geeignete Maßnahmen und Strategien auf der lokalen Ebene beziehungsweise auf der Ebene des Landes zur Unterstützung von Familie. Aus der Umfrage geht außerdem hervor, dass mit einer zunehmenden Selbständigkeit der Kinder und der damit verbundenen Entlastung von Müttern deren subjektives Wohlbefinden zunimmt. Im Umkehrschluss muss Familienpolitik darauf ausgerichtet sein, insbesondere Mütter mit jüngeren Kindern zu unterstützen. Außerdem zeigt sich, wie in vielen anderen Untersuchungen wiederum festgestellt wurde, dass die jungen Männer und Frauen die Ungleichheit der Einkommen innerhalb der Familie zwar durch eine gemeinsame Ausgabenpolitik aufheben können, aber nicht in der Lage sind, diese Ungleichheit in der Gesellschaft zu beseitigen. Autorin: Nilkola Materne |
Mit zunehmender Selbständigkeit der Kinder und der damit verbundenen Entlastung von Müttern nimmt deren subjektives Wohlbefinden zu. |