| Fettleibigkeit bei Kindern |
Morgens süße Frühstücksflocken, in der Schule ein Kinder- Spezial-Sahne- Joghurt plus Milchschnittchen, mittags ein schneller Burger und nachmittags diverse Schokoriegel – so könnte der ideale Speiseplan für Kinder aussehen, wenn es nach der Lebensmittel- und Süßwarenindustrie ginge. Und auch viele Kinder wären bestimmt hocherfreut, sich so ernähren zu dürfen. Mediziner dagegen warnen. Sie sehen Anlass zu Besorgnis, da sich die negativen Folgen langfristiger falscher Ernährung häufen. Die Ursache für diese Entwicklung liegt nach Ansicht von Ernährungswissenschaftlern und Medizinern hauptsächlich im Konsum zuckerhaltiger und fetter Nahrungsmittel. Besonders bedenklich ist neuerdings das zunehmende Auftreten von Altersdiabetes ( Diabetes Typ 2 ) - einer Krankheit, die bisher bei Kindern und Jugendlichen völlig unbekannt war und noch vor Jahren lediglich ältere Menschen betraf. Doch mittlerweile erkranken auch stark übergewichtige Kinder an dieser Form der Zuckerkrankheit. In der Regel sind die an Altersdiabetes erkrankten Kinder genetisch vorbelastet, zum Ausbruch kommt die Krankheit aber erst durch zuviel zuckerhaltige und fettreiche Ernährung sowie extremer Bewegungsmangel.
Die Folgen sind für Kinder wie Erwachsene gleich: Herz, Kreislauf und Nieren nehmen Schaden, die Augen können sogar erblinden und das Handicap einer solchen schweren Erkrankung belastet diese Zuckerpatienten ein ganzes Leben lang. Viele Ärzte achten noch nicht auf die neue Kinderkrankheit, da sie im Praxisalltag bisher so nicht vorkam und damit eben ungewöhnlich ist. Deshalb darf man nach Angaben von Olga Kordonouri, der Leiterin der Diabetes-Ambulanz an der Berliner Charité Klinik, von einer hohen Dunkelziffer ausgehen. Den Eltern wird von der Werbung vorgegaukelt, dass sie ihren Kindern mit süßen Snacks etwas Gutes tun. Fruchtjoghurts und Milchschnitten sollen das Wachstum fördern oder die Kinder mit der nötigen Portion Vollmilch versorgen. Doch die Realität sieht anders aus: Fast alle dieser angeblich so gesunden „Kleinen Mahlzeiten“ sind überzuckerte Kalorienbomben und können – im Übermaß genossen – gehörig zur Entstehung von Krankheiten wie Altersdiabetes beitragen. Es ist nahezu unmöglich, Kinder von Süßigkeiten fernzuhalten – und auch nicht nötig, denn z.B. ein gelegentlicher Riegel Schokolade wird von einem gesunden Organismus gut verarbeitet. Erst der dauerhafte und übermäßige Griff zum süßen Snack kann das Naschen gefährlich machen, wenn daraus in letzter Konsequenz eine Fettsucht entsteht. Fast alle Kinder haben Lust auf Süßes, doch es gibt auch Alternativen zu Pudding, Schokokuss & Co. Wie wäre es demnächst mit einem saftigen und „süßen“ Apfel, wenn der kleine Hunger kommt? Quelle: Verband deutscher Kinder- und Jugendärzte Grafik: International Obesity Task Force 1. Tipps und Anregungen zu Ernährung, die gesund ist und Kindern schmeckt finden sie auf der Kinderseite der AOK. www.jolinchen.de/Kochbuch 2. Bewegungsmangel spielt natürlich auch eine große Rolle bei der zunehmenden kindlichen Fettleibigkeit. Eine Reihe sinnvoller Bewegungstipps, die den Kindern Spass machen, sind unter folgendem Link zu finden: www.jolinchen.de/Spielmit 3. Wenn sie weitergehende umfangreiche Informationen rund um das Thema "Essen und Trinken" suchen, bietet die Homepage der AOK eine Fülle interssanter Themen wie: Abnehmen mit Genuss, die richtige Schlemmerkost oder auch den Newsletter für Rezepte. www.aok.de |
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