„Zigaretten sind blöd“, finden kleine Kinder. Warum? Na, weil sie stinken und ungesund sind. Doch in der Pubertät üben die Glimmstengel für viele dann plötzlich einen ganz besonderen Reiz aus. Irgendwie ist Rauchen cool, man fühlt sich mit Zigarette erwachsener, ein bisschen verrucht, ein bisschen „anti“. Alle tun es doch und außerdem lässt sich mit der Zigarette viel lässiger Kontakt herstellen – auch mit dem anderen Geschlecht. Ziemlich schwer für Eltern, dagegen anzukommen. „Starke-Eltern.de“ hat Experten-Tipps gesammelt, die Ihnen helfen können, Ihr Kind gegen das Rauchen „immun“zu machen.
Viele jugendliche Raucher wollen aufhören
In Deutschland rauchen gut 20 Prozent aller 11- bis 17-jährigen. Das durchschnittliche Einstiegsalter liegt bei 13, 6 Jahren. Damit ist Deutschland in Europa trauriger Rekordhalter. Leider ist das Paffen in der Pubertät nicht nur eine Phase, vielmehr wird in dieser Zeit oft der Grundstein für eine erwachsene „Raucherkarriere“ gelegt. 80 % aller Raucherinnen und Raucher haben ihre erste Zigarette vor dem 18. Lebensjahr geraucht. Andersherum stehen die Chancen gut, Nichtraucher zu bleiben, wenn man bis zu seinem 17. Lebensjahr noch nicht mit dem Rauchen angefangen hat.
Viele Teenager bereuen es schon bald, mit dem Rauchen angefangen zu haben. Zwei Drittel der jugendlichen Raucher geben an, eigentlich aufhören zu wollen und zwei Drittel haben es schon mindestens einmal erfolglos probiert. Ohne Hilfe schaffen dies tatsächlich nur zwei bis drei Prozent.
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Warum Teenager rauchen
Der Hauptgrund, den Jugendliche für ihren Nikotinkonsum selber nennen ist der Wunsch nach besserer Stimmung oder auch besserer Konzentration. Außerdem wollen sie etwas gegen Nervosität tun oder haben Angst, Freunde zu verlieren. Vor allem für Mädchen ist der Wunsch, nicht zunehmen zu wollen ein Argument für das Rauchen. Auch Leistungsdruck und Langeweile werden als Grund genannt, ebenso wie der Wunsch nach Kontaktaufnahme. Teenager unterschätzen meistens das Suchtpotential des Rauchens. In einer Studie gaben nur 5 Prozent der rauchenden Jugendlichen an, dass sie glaubten, auch in fünf Jahren noch Raucher zu sein. Tatsächlich waren es nach Ablauf der fünf Jahre noch 75 Prozent von ihnen.
Tipps:
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Kinder, die jünger als 12 Jahre sind, sprechen sich häufig von selber vehement gegen das Rauchen aus. Sie nehmen die Glimmstängel als das wahr, was sie sind: Stinkend und giftig. Wenn ihre Eltern rauchen, versuchen sie oft, sie vom Rauchen abzuhalten. Sie haben von den schlimmen Wirkungen des Rauchens gehört und wollen ihre Eltern davor bewahren. Diese kritische Haltung können Sie als Eltern bestärken, indem Sie von den schädlichen Inhaltsstoffen und deren Auswirkung auf die Gesundheit sprechen. Bleiben Sie dabei Glaubwürdig und vermeiden Sie Übertreibungen. Die Darstellungen sollten nicht zu drastisch sein. Die negative Aspekte, die Sie schildern können, sind z.B. Husten, Abhängigkeit und der unangenehme Geruch. |
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Sprechen Sie mit Jugendlichen offen und ehrlich über das Thema. Versuchen Sie dabei, Schimpfen zu vermeiden. Ebenso sollten Sie die Jugendlichen nicht „verhören“, unter Druck setzen oder verurteilen. Hören Sie selber auch zu und fragen Sie nach, statt Vorträge zu halten. Äußern Sie aber eine klare Haltung zum Thema. Machen Sie deutlich, dass Sie es nicht gut finden, wenn Ihr Kind raucht und warum. Hier sind sachliche Aussagen hilfreich. Bei Teenies kommen Argumente, die sich auf kurzfristige Folgen des Rauchens beziehen, also z.B. Geldmangel, schlechtere Leistung im Sport, Mundgeruch, besser an, als gesundheitliche Folgen in einer späteren Lebensphase. |
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Bieten Sie Unterstützung an, um mit dem Rauchen aufzuhören. Suchen Sie gemeinsam nach Lösungen. Oft hilft eine Belohnung, das Ziel zu erreichen.Wenn die Teenager ihren eigenen Weg gehen wollen und ihre Hilfe nicht annehmen, gibt es hilfreiche Internetseiten (s.u.). |
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Machen Sie Ihre komplette Wohnung zur rauchfreien Zone für alle. Auch wenn Sie selber rauchen. |
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Am besten ist es, wenn Eltern selber nicht rauchen, denn bei aller pubertärer Anti-Haltung sind sie es, denen die Teenies am meisten abgucken. Wenn Sie Raucher sind, sprechen Sie offen über ihre Sucht und die Nachteile, die Sie selber darin sehen. |
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Ihre komplette Wohnung zur rauchfreien Zone!
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Links
- www.hls-online.org
Die Seite der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen E.V.
- www.rauch-frei.info
Auf dieser Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
gibt es Tipps und Anregungen für Jugendliche, die mit dem Rauchen aufhören wollen.
- www.bzga.de
Hier gibt es eine Broschüre der BZgA im pdf-Format zum Downloaden oder
zum Bestellen, die speziell auf Mädchen abgestimmt ist.
- www.besmart.info
Eine Seite des IFT-NORD, Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung
gemeinnützige GmbH, die Jugendliche darin bestärken soll, nicht mit dem Rauchen anzufangen.
Autorin: Nikola Materne
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Viele Teenager bereuen
es schon bald, mit dem
Rauchen angefangen zu haben.
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