Endlich Sommer! 36 Grad im Schatten, blauer Himmel und stundenlang Sonnenschein pur: Jetzt ist Bade- und Freiluftsaison. Wenn die Kleidung immer knapper wird, sollte der Sonnenschutz immer besser werden. Experten raten, Kinder niemals ungeschützt im Freien spielen zu lassen.
Die Gefahr wächst
Erschreckend, aber wahr: Nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) steigt die Häufigkeit von Hautkrebs seit Jahrzehnten an. Weltweit erkranken jährlich ca. zwei bis drei Millionen Menschen neu an hellem Hautkrebs, allein in Deutschland zählen Dermatologen rund 75 000 Neuerkrankungen pro Jahr. Besonders gefährlich ist das maligne Melanom, an dem laut Aussage der DKG derzeit rund 15800 Menschen pro Jahr erkranken. Während Hautkrebs noch vor wenigen Jahren als überwiegende Alterserkrankung galt, sind junge Betroffene ab 20 Jahren heute leider keine Ausnahme mehr. Grund ist oft mangelnder oder fehlender Sonnenschutz im Kindesalter. Die Haut vergisst nicht.
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Schattenseite der Sonne
Ohne Sonne kein Leben. Keine Frage: Die Sonne ist gesund und tut uns gut. Doch im Umgang mit ihr gilt es, einige Regeln zu beachten. Grundsätzlich gilt: Sonne bitte nur in Maßen und mit gutem Hautschutz.
Was wenige wissen: Sonnenbrand ist keine harmlose Reizung der Haut, sondern eine Verbrennung ersten Grades! Verursacht wird diese Schädigung durch die ultraviolette Strahlung der Sonne, den UVA- und UVB- Strahlen. Die Strahlen dringen in die Haut ein und schädigen das Zellgewebe. Die Haut wird strapaziert und altert schneller. Sonnenbader sehen oft bis zu 10 Jahre oder mehr älter aus!
In hoher und wiederholter Dosis schädigen Sonnenstrahlen die DNA (Erbsubstanz) in den Zellen. Das führt zu Krebs, der im schlimmsten Fall tödlich endet. Derzeit sind drei Prozent aller tödlichen Krebserkrankungen auf ein Melanom der Haut zurückzuführen. Ein Risiko, das sich vermeiden lässt!
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Risiken für Kinder
DFür zarte Kinderhaut ist Sonne Gift, schon wenige Minuten pure Sonneneinstrahlung können zu Rötungen und damit zu einer Schädigung der Haut, führen. Kinderhaut ist dünner als Erwachsenenhaut, produziert weniger Melanin (Bräunungsfarbstoff der Haut) und verfügt über einen wesentlich geringeren Eigenschutz. 80 Prozent der Sonnenschäden entstehen vor dem 18. Lebensjahr. Säuglinge und Kleinkinder sollten deshalb niemals ohne Sonnenschutz und entsprechende Kleidung in die Sonne gelassen werden.
Folgende Tipps sollten Sie beherzigen:
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Bauen Sie oft genutzte Spielgeräte, wie Sandkiste oder Schaukel, möglichst an einem schattigen Platz, z.B. unter einem Baum, auf. Spannen Sie Sonnensegel auf oder nutzen Sie Sonnenschirme mit Metallbeschichtung. |
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Immer gut eincremen: 20-30 Minuten vor dem Rausgehen alle Körperpartien, die nicht bedeckt sind (hinter den Ohren nicht vergessen!), gut eincremen. Ideal ist ein Sonnenschutzfaktor zwischen 30 und 50, der UVA und UVB Strahlen abwehrt. Für Kinder gibt es spezielle mineralische Cremes, die nicht in die Haut eindringen, sondern wie ein Schutzfilm auf der Haut liegen. Wichtig: Beim Baden geht ein Teil des Schutzes verloren, deshalb nach dem Abtrocknen erneut eincremen. Tipp: Für Kinder mit Allergie oder sensible Babyhaut, die noch zu Rötungen und Pickelchen neigt, gibt es sanfte Sonnengele (z.B. von Ladival in der Apotheke). |
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Säuglinge und Kleinkinder bis zu zwei Jahren sollten möglichst überhaupt keine direkte Sonneneinstrahlung erfahren. Denn: Bereits drei schwere Sonnenbrände während der Kindheit erhöhen das Hautkrebsrisiko um das Drei- bis Fünffache. |
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Halten Sie sich mit dem Kind im Schatten auf, achten Sie auf Kopfbedeckungen mit integriertem Nackenschutz. Ärmchen und Beinchen sollten bedeckt sein. Im Kinderwagen schützt ein kleiner Sonnenschirm vor der lästigen Sonne. Im Fachhandel gibt es Kinderwagenschirme mit Metallbeschichtung für hohen UV-Schutz. Ob im heimischen Garten oder am Strand: Kleidung schützt! Dünne T-Shirts oder Kleidchen lassen sich auch bei hohen Temperaturen gut tragen. Hier gilt: Je dunkler die Farbe, desto höher der Schutz. Mittlerweile gibt es auch spezielle UV-Schutzkleidung (z.B. bei Babywalz) mit einem UV-Schutzfaktor bis zu 70 oder 80 (ab 40 Euro). Achten Sie beim Einkauf auf das UV-Standard 801 Prüfsiegel (siehe unten). |
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Bei längerem Aufenthalt im Freien sollten auch Kinder eine Sonnenbrille tragen, um Augenreizungen und –rötungen zu vermeiden. Achten Sie auf das CE-Siegel oder lassen Sie sich beim Optiker beraten.
Auch im Auto ist Sonnenschutz erforderlich, denn das Fensterglas ist strahlendurchlässig. Abhilfe schaffen Sonnenschutzfolien oder spezielle Fensterschilder, die sich mit Saugnäpfen befestigen lassen. |
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Die Mittagssonne ist am intensivsten. Halten Sie sich deshalb zwischen 11 und 15 Uhr mit Ihrem Kind möglichst im Haus auf. Zum Schwimmen oder Spazieren gehen sind bei hohen Sommertemperaturen die kühleren Stunden am späten Nachmittag oder frühen Abend ratsamer.
Lassen Sie Ihr Kind mit einem T-Shirt schwimmen gehen. Gerade bei längeren Badespielen schützt der Stoff die Schultern des Kindes. |
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Für die Wärmeregulation der Haut ist viel Flüssigkeit erforderlich. Achten Sie deshalb darauf, dass Ihr Kind ausreichend und vor allem regelmäßig trinkt. |
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Ganz wichtig: Bei ersten Anzeichen einer Rötung sofort raus aus der Sonne! |
Dieses Prüfsiegel schenkt Sicherheit:

Der UV Standard 801 wurde 1999 von der Internationalen Prüfgemeinschaft für angewandten UV-Schutz entwickelt. Bei der Messmethode werden immer die ungünstigsten Bedingungen (z.B. nass und gedehnt) zugrunde gelegt.
Weitere Informationen finden sie hier...
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Bei längerem Aufenthalt
im Freien sollten auch Kinder
eine Sonnenbrille tragen
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Ganz wichtig:
Bei ersten Anzeichen
einer Rötung
sofort raus
aus der Sonne! |
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