| Die beliebtesten Tasteninstrumente |
Kein filigranes Zupfen, kein langes Üben bis endlich der erste, satte Ton durch die richtige Blas- oder Atemtechnik ertönt: Tasteninstrumente erzeugen per Anschlag Töne, unmittelbar und auf den Punkt. Kein Wunder, dass Kinder sich sofort auf Keyboards und Klaviere stürzen, um den Instrumenten Klänge zu entlocken. Tasteninstrumente bieten einen leichten und schnellen Einstieg in die Welt der Musik. Klavier, Akkordeon und Keyboard: Unser Überblick informiert Sie über die Besonderheiten der einzelnen Instrumente. |
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Klavier Das Klavier ist ideal als Einstiegsinstrument. Schon 3-4jährige beherrschen mit ein wenig Übung erste Melodien, z.B. „Alle meine Entchen“ mit dem Zeigefinger. Ab dem fümften Lebensjahr können Kinder Unterricht bekommen. Hier steht der Spaß am Spiel und die Entdeckung der Klänge noch im Vordergrund, bevor mit 6-7 Jahren Noten und Rhythmus das Lernen erweitern. Der große Vorteil am Klavier ist die leichte Handhabung. Einfache Notenschriften ermöglichen das rasche Erlernen bekannter Kindermelodien. Das motiviert die kleinen Musikanten, können Sie so bereits nach wenigen Unterrichtsstunden das Erlernte vorspielen. Da ein Klavier nicht mitgenommen werden kann, um auch bei Oma oder Opa vorzuspielen oder zu üben, sind die kleinen Solisten oft allein mit ihrem Spiel. Empfehlenswert ist deshalb der Unterricht in einer Musikschule. Musikschulen ermöglichen den jungen Musikern regelmäßig Auftritte an Festen, Tagen der Offenen Tür, Matineen oder Weihnachtsfeiern. Auch der Gruppenunterricht mit 2-3 Klavierschülern kann Kindern, die nicht gerne alleine musizieren, das Spiel verschönern. Zudem stärken die Auftritte vor Publikum das Selbstbewusstsein und auch die Motivation zum Üben. Perspektiven: Nicht jeder, der Klavier lernt, wird automatisch zum Pianisten. Auch in Bands oder Orchestern hat in der Regel nur ein Klavierspieler das Glück, den Platz zu bekommen. Wer Klavier lernt, ist in der Regel Solist. Dafür ist das Klavier ein wunderbares Instrument mit schier unerschöpflichen musikalischen Möglichkeiten: Klassik, Jazz, Blues, Pop, Gassenhauer aus der Schlagerzeit – auf dem Klavier hört sich einfach alles gut an. Und ein ganz entscheidender Vorteil von Klavierspielern ist: Sie haben eine gute Grundlage schnell weitere Instrumente zu lernen. Kosten: Wenn Ihr Kind sich für das Klavier entscheidet, muss früher oder später ein geeignetes Übungsgerät ins Haus. Gute gebrauchte Klaviere gibt es ab ca. 1500 Euro. Bei neuen Modellen müssen Sie mit Kosten ab 6 000 Euro rechnen (nach oben offen). Bei einem gebrauchten Klavier lassen Sie sich in jedem Fall von einem Experten beraten, sonst ist die Trauer über verstimmte Töne und verbogene Klangkörper groß. In hellhörigen Mietshäusern empfiehlt sich der Kauf eines E-Pianos. Die elektronischen Klaviere verfügen über eine gute Anschlagdynamik und ein schönes Klangspektrum und sind im Gegensatz zu ihren hölzernen Kollegen leicht zu transportieren und in der Lautstärke reduzierbar. |
![]() Gute gebrauchte Klaviere gibt es ab ca. 1500 Euro. |
Akkordeon Das Akkordeon besticht und begeistert durch seine Besonderheit. Es wird am Oberkörper getragen, häufig im Stehen gespielt und dominiert durch seine klangliche Dominanz sofort jeden Raum. Perspektiven: Zu Unrecht verbinden viele mit dem Akkordeon nur ein seichtes Kneipeninstrument. Tatsächlich ist das Akkordeon aber für alle möglichen Stilrichtungen bestens geeignet: Neben Unterhaltungsmusik und Pop stehen Folklore, Jazz, Improvisationen, moderne Klassik, und, und, und. Wie beim Klavier lassen sich auch am Akkordeon sehr schnell erste Stücke erlernen. Ein guter Akkordeonspieler ist für jede Band eine Bereicherung, gibt er mit seinen Klangfarben der Musik doch eine ganz besondere Note. Kosten: Bevor Sie ein Akkordeon kaufen, sollten Sie mit der Lehrkraft der Musikschule sprechen. Wie viele Bässe werden benötigt? Und wie groß darf das Akkordeon sein, damit es vom Kind gut getragen werden kann? Kleine Akkordeons für Anfänger mit 48 Bässen gibt es gebraucht ab 300 Euro, neu ab 700 Euro. |
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Keyboard Das Keyboard ist die moderne Version des Klaviers und wird überwiegend im Bereich Pop, Jazz und Rock eingesetzt. Grundlage für das Spielen auf dem Keyboard ist, wie beim Klavier, das Erlernen der Noten. Alternativ gibt es jedoch die Möglichkeit, die Kunst der Improvisation am Keyboard zu lernen, um vielleicht später in einer Band mitzuspielen. Moderne Keyboards verfügen ähnlich wie E-Pianos über große Tasten, bieten 4-5 Oktaven und nach Bedarf und Einstellung auch eine Anschlagsdynamik der Tasten für lautes und leises Spielen. Das Keyboard eignet sich sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene. Wer z.B. schon ein paar Jahre Klaviererfahrung mit Improvisationstechnik mitbringt, wird am Keyboard schnell zurecht kommen. Perspektiven: Keyboarder spielen häufig in Bands oder als Alleinunterhalter für Feiern und Feste. Viele Kinder, die eigentlich Klavier spielen lernen wollen, fangen aus Platz- und Kostengründen auf einem Keyboard an zu lernen. Hier ist allerdings wichtig, dass das Keyboard einem Klavier möglichst ähnlich ist. Kleine Keyboards mit 3-4 Oktaven und kleinen Tasten sind kein adäquater Klavierersatz und daher nicht zu empfehlen. Kosten: Kleine Keyboards zum Spielen und Probieren für Kleinkinder gibt es bereits ab 40 Euro. Diese Mini-Instrumente eignen sich aber nicht für den professionellen Unterricht. Damit Ihr Kind lange Freude an dem Gerät hat, und umfassend daran lernen kann, sollte ein Keyboard über 61 Tasten in Klaviergröße und Anschlagsdynamik verfügen. Die Preise für gute Keyboards beginnen bei ca. 1200 Euro. |
![]() Ein Profi-Keyboard |