Blechblasinstrumente und ihre Besonderheiten 


Trompete

Ritter, Burgen, Mittelalter und die Trompete: Jedes Kind kennt das Instrument, mit dem die wackeren Mannen auf Burgen dem König Ehre erweisen. Tatata- keine Fanfare ohne Trompete! Heute ist die Trompete Teil fast jeden Musikstils. Aus einem Orchester ist sie überhaupt nicht mehr wegzudenken. Auch im Jazz, Pop, Rock und in der Volksmusik sorgt sie immer wieder für die lautstarke, kraftvolle Note. Ein Instrument für den universellen Einsatz: Als Soloinstrument, im Duett, im Orchester, bei der Kammermusik oder in einer Band – es gibt (fast) keinen Platz, an dem die Trompete nicht schon untergeschlüpft ist.

Perspektiven:
Immer mehr Kinder entscheiden sich für die Trompete. Aus gutem Grund: Sie ist ein dankbares Lerninstrument und eröffnet ihren kleinen Besitzern vielfältige Einsatzmöglichkeiten: In der Big Band, im Schulorchester, in einer Band oder Solo auf der Piccolotrompete, auch „Bach-Trompete“ genannt. Viele Trompeter spielen auch auf dem „Flügelhorn“, das zwar zur Familie der Hörner gehört, in der Bauform der Trompete aber sehr ähnelt. Das empfohlene Einstiegsalter ist ab 8 Jahren, wenn eine gute Kondition, die richtige Zahnstellung und Lippenform vorhanden ist.

Kosten:
Eine gute Lerntrompete kostet zwischen 400 und 600 Euro. In Bläserklassen und Musikschulen werden aber häufig Leihinstrumente zur Verfügung gestellt.











Das Waldhorn

Auch als Signalinstrument bekannt, gehört auch das Waldhorn zu den Blechbläsern. Charakteristisch für das Horn ist sein besonderer Klang: weich, rauh und rund. Genau wie die Trompete ist auch das Horn in vielen musikalischen Bereichen einsetzbar. In der klassischen Viererformation im Sinfonieorchester, in Kammermusikensembles, im Jazz, Pop oder in der Blasmusik. Ein guter Hornmusiker findet immer einen Platz.

Perspektive:
Kinder können bereits mit 6,7 Jahren auf einem kleinen Kinderhorn mit dem Unterricht beginnen. Die verkleinerte, aber vollwertige Kinderversion ist ratsam, um Fehlhaltungen zu vermeiden. Wie bei der Trompete ist ein Blick auf die Zahnstellung wichtig. Eine gute Zahnstellung erleichtert das Blasen des Instrumentes (Zahnwechsel der Schneidezähne sollte vollzogen sein).

Kosten:
Kinderhörner gibt es in der Regel als Leihgabe von der Musikschule, oder neu ab ca. 1500 Euro. Neue, große Einstiegsinstrumente kosten ab 2000 Euro.





Die Posaune

Die Posaune gehört zu den Trompeteninstrumenten, liegt im Tonumfang aber ca. eine Oktave tiefer als die Trompete. Die gängigste Bauform ist die Tenorposaune, des weiteren gibt es noch die Varianten der Bassposaune, Altposaune, Kontrabassposaune, Sopranposaune und Ventilposaune. Die klassische Form der Tenorposaune hat im Gegensatz zu allen anderen Blechbläsern keine Ventile. Sie wird mit der linken Hand gehalten, damit die rechte Hand den Zug bedienen kann. Der Zug verschiebt die Luft im Instrument, so dass die verschiedenen Töne entstehen. Kinder müssen, um diese Zugbewegungen durchführen zu können, über eine passende Armlänge verfügen. In der Regel ist das erst ab dem Alter von 10-12 Jahren der Fall. Jüngere Schüler sollten lieber auf einer Ventilposaune beginnen und später zur Tenorposaune wechseln. Auch die Altposaune ermöglicht bereits Kindern ab 6 Jahren den Einstieg.

Perspektiven:
Die Posaune besticht als Soloinstrument und ist wichtiger Bestandteil sämtlicher musikalischer Formationen: Im Symphonieorchester, im Blasmusikorchester, im Posaunenchor, in der Kammermusik, der Big Band und Volksmusik.

Kosten:
Der Neupreis für eine Tenorposaune beginnt bei ca. 450 Euro. Anfängerinstrumente, wie z.B. die Altposaune werden von vielen Musikschulen als Leihinstrumente gestellt.















Tuba

Groß und gewaltig: Mit ihrer Länge ist die Tuba ganz klar der Riese unter den Blechbläsern. Ihr Einsatzbereich liegt im klassischen Sinfonieorchester, im Bläserquintett  und in Blasorchestern. Für Soloparts eignet sich eher die kleine Basstuba. Aufgrund der Größe des Instruments sollten Schüler mindestens 13-14 Jahre alt sein. Ein Instrument bekommt man ab ca. 2000 Euro.

Tenorhorn

Stark im Kommen ist das Tenorhorn, dass – bekannt aus dem Einsatz als Militärinstrument – immer mehr auch als Soloinstrument begeistert. Stimmlich liegt es zwischen Tuba und Posaune, hat einen weichen, vielseitig einsetzbaren Klang. Das Tenorhorn ist gefragt in Orchestern, in der Kammer- und Blasmusik, verstärkt aber auch in modernen Formationen, wie z.B. Ska-Bands.
Neue Instrumente gibt es ab ca. 1500 Euro.

Autorin: Bettina Levecke