Die Blockflöte
Generationen von Schülern durften auf ihr musizieren: Die Blockflöte ist der Klassiker unter den Einsteigerinstrumenten. Früher genereller Bestandteil der schulischen Musikerziehung, dürfen Kinder und Eltern heute meist wählen, ob ihr Kind in der Grundschule einen (oft kostenpflichtigen) Blockflötenkurs belegt.
Die Flöte selbst ist ein uraltes Instrument, deren Ursprünge bis weit in prähistorische Zeiten zurückreicht. Erst aus Knochen, später aus Holz, war sie schon immer als leicht herzustellendes und transportierbares Instrument beliebt. Dieser Vorteil gilt bis heute. Eine Blockflöte ist günstig in der Anschaffung (ca. 30 Euro), passt in jede Tasche, ist leicht zu erlernen und zu halten. Kein Wunder, dass sie fester Bestandteil musikalischer Früherziehung in Musikschulen ist und scherzhaft auch als „Klangschnuller“ bezeichnet wird.
Als Einsteigerflöte gilt die Sopranblockflöte, die auch als Schulblockflöte bekannt ist. Die Kinder erlernen hier an zunächst einfachen Notenstellungen die richtige Griff- und Atemtechnik. Sehr schnell können dabei erste Lieder gespielt werden. Auch ein Gefühl für Rhythmus und das Zusammenspiel von Finger, Zunge und Atem wird auf der Blockflöte besonders bei jüngeren Musikschülern gut trainiert.
Auch wenn die Blockflöte musikalisch gerne als „begrenztes“ Instrument bezeichnet wird, liegt eine Vielzahl anspruchsvoller Notenliteratur vor, besonders aus dem Mittelalter und Barock. Das feine Fingerspiel und die richtige Atemtechnik für komplizierte Stücke zu erlernen, ist tatsächlich nicht immer leicht, sondern eher anspruchsvoll.
Perspektiven: Die Blockflöte ist ein wunderbares Einstiegsinstrument, um Noten zu erlernen und ein Gefühl für Musik und Rhythmus zu bekommen. Allerdings sollte das Kind wirklich Freude an diesem Instrument empfinden. Denn: An der Flöte scheiden sich die Geschmäcker. Die einen finden sie wunderbar, den anderen ist sie einfach zu schrill und fiepsig. Als Soloinstrument tritt die Blockflöte selten auf. Meistens finden sich in Musikschulen Gruppen von Schülern zusammen, die unterschiedliche Flöten spielen (z.B. Altblockflöte, Bassblockflöte) und ein Quartett oder Quintett bilden. Die Flöte findet jedoch auch ihren Platz als Ergänzungsinstrument in Jazz-Formationen, in der Folk- und teilweise auch Popmusik.
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Die Querflöte
Die Querflöte ist die moderne Fortsetzung der Blockflöte. Als Holzbläser überholte sie Ende des 18. Jahrhunderts die Blockflöte und ist bis heute ein sehr bedeutendes Solo- und Orchesterinstrument.
Anders als die Blockflöte wird die Querflöte auf Schulterhöhe – wie der Name besagt - quer zum Mund gehalten. Jeder, der schon mal einen Tonversuch auf einer Querflöte machen durfte, weiß, dass diese Flöte sich nicht so leicht überzeugen lässt. Die Kunst besteht zunächst darin, mit der richtigen Atemtechnik, überhaupt einen Ton zu bekommen. Man bläst die Luft nicht einfach hinein, sondern muss die Luft genau auf die Kante des Blaslochs treffen. Dazu muss man die Lippen auf eine ganz bestimmte Weise spannen. Nur so entstehen die schönen Töne der Querflöte. Und nicht wenige Menschen sind alleine an dieser Kunst schon verzweifelt. Hinzu kommt die Klappentechnik der Flötenlöcher, die in einem komplizierten Zusammenhang stehen.
Die Querflöte selbst besteht aus drei Teilen: Kopf-, Mittel- und Fußstück. Das Kopfstück ist normalerweise gerade, kann jedoch bei Anfängerinstrumenten für eine leichtere Handhabung auch gebogen sein. Auch wenn viele Blockflötenspieler glauben, sich selbst die Kunst der Querflöte beibringen zu können, ist davon dringend abzuraten. Zu schnell ist eine falsche Atemtechnik erlernt und nur sehr schwer wieder abzutrainieren. Es ist daher in jedem Fall zu empfehlen, nur mit einer Lehrkraft das weite Spielfeld der Querflöte zu betreten.
Perspektiven: Die Querflöte ist ein wunderbares Instrument, dass immer beliebter wird. Es gibt unendliche viele Noten. Die Querflöte ist in nahezu allen musikalischen Bereichen, Klassik, Jazz, Pop, Folklore, Folk, einsetzbar. Zudem ist sie – genau wie die Blockflöte- leicht zu transportieren. Allerdings sind die Kosten für dieses Instrument nicht zu unterschätzen. Ein Anfängerinstrument gibt es erst ab mindestens 1500 Euro. Hinzu kommen regelmäßige Wartungskosten. Neue Polster für die Klappen, die Reinigung der Mechanik – eine Generalüberholung kann schnell bis zu 400 Euro kosten.
Leider auch ernüchternd sind die beruflichen Aussichten für Querflötisten. In Orchestern finden maximal 3-4 Profimusiker Platz. Und bedingt durch die Flut von Musikhochschulabsolventen im Fach Querflöte gleicht der Zugang zu dem Berufsbild eines Orchesterflötisten einem nahezu verschlossenem Nadelöhr.
Autorin: Bettina Levecke

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