weiterführende Schulen  

Wir stellen Ihnen auf dieser Seite Projekte der hessischen Fachstellen für Suchtprävention näher vor. Die Liste wird ständig erweitert. Wenn Sie sich für einzelne Projekte interessieren, dann wenden Sie sich bitte direkt an die jeweils genannte Fachstelle.



  „Die Expedition“ 
  „Auf die coole tour – Ich entdecke mich selbst“
  „Im Gleichgewicht“ 
  "Mit Kopf, Herz und Hand"
  "Gender Mainstream"
  "Rauchst Du noch oder lebst Du schon?"
  "It's not hard to drink soft"


„Die Expedition“ 


  Projektrahmen  

Das Projekt soll nach Möglichkeit in den Fächerkanon der Jahrgangsstufen eingereiht werden. Der Projektunterricht wird über die Dauer eines halben, bzw. ganzen Schuljahres mit zwei Schulstunden pro Woche angeboten. Für ganztägige Veranstaltungen wird z.B. auf den Samstag ausgewichen.
Das Projekt-Team besteht aus dem/der Klassenlehrer/in und einer für das Projekt geschulten Honorarkraft der Fachstelle. Das Projekt kann aber auch in Zusammenarbeit mit Jugendpflegern, Schulsozialarbeitern oder von zwei Lehrkräften in Teamarbeit durchgeführt werden. In diesem Fall entstehen keine Honorarkosten. Das Team wird von der Fachstelle für Suchtprävention bei der Durchführung des Projekts unterstützt. Im Rahmen des Projekts werden außerdem Fortbildungen für die Lehrkräfte sowie Informationsveranstaltungen für die Eltern angeboten.

   Finanzierung: 

Für ein Schuljahr entstehen pro Klasse Honorarkosten in Höhe von 1.500 Euro. Eine Materialkostenpauschale in Höhe von 250 Eurodeckt die Fortbildungs- und Materialkosten ab. Finanziert wird das Projekt z.B. durch Zuschüsse des Schulverwaltungsamtes und der Kommunen, über Fördervereine und Sponsoren. Auch die Eltern beteiligen sich in der Regel mit einem Unkostenbeitrag an der Finanzierung.

   Themenschwerpunkte: 

Kennenlernen / Vertrauen schaffen
Zu Beginn des Projekts steht das Kennenlernen von Projektleiter/-innen und Schüler/-innen im Mittelpunkt. Eine vertrauensvolle Atmosphäre ist für den weiteren Projektverlauf und als Basis für die Interaktionsübungen von großer Bedeutung.

Erlebnis- und Abenteuerpädagogik
Im Laufe des Projekts finden verschiedene „Expeditionen“ und nach Möglichkeit auch eine mehrtägige Klassenfahrt statt. Diese werden von den Teilnehmern/innen selbständig geplant und realisiert.

Life-Skill-Training
In diesem Baustein sollen persönliche Stärken erkannt und gefördert, spezifische Fertigkeiten vermittelt und in der Interaktion mit anderen erprobt werden. Hier geht es z.B. um Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit, Einfühlungsvermögen, Durchsetzungsvermögen usw.

Standfestigkeitstraining
Hier wird Selbstbehauptung und Standfestigkeit bei sozialer Beeinflussung und Gruppendruck trainiert.

Mediation und Streitschlichtung
Gemeinsam werden Regeln sowie Umgang mit Konfliktsituationen und Regelverstößen erarbeitet und in den Schulalltag integriert.



„Auf die coole tour – Ich entdecke mich selbst“ 


  Projektrahmen  

Das Projekt kann z.B. im Rahmen des Wahlpflichtprogrammes der Schule angeboten werden. Der Projektunterricht wird über die Dauer eines halben, bzw. ganzen Schuljahres mit zwei Schulstunden pro Woche angeboten. Für ganztägige Veranstaltungen wird z.B. auf den Samstag ausgewichen.
Das Projekt-Team besteht aus dem/der Klassenlehrer/in und einer für das Projekt geschulten Honorarkraft der Fachstelle. Das Projekt kann aber auch in Zusammenarbeit mit Jugendpflegern, Schulsozialarbeitern oder von zwei Lehrkräften in Teamarbeit durchgeführt werden. In diesem Fall entstehen keine Honorarkosten. Das Team wird von der Fachstelle für Suchtprävention bei der Durchführung des Projekts unterstützt.

   Finanzierung: 

Für ein Schuljahr entstehen pro Klasse Honorarkosten in Höhe von 1.500 Euro. Eine Materialkostenpauschale in Höhe von 250 Euro deckt die Fortbildungs- und Materialkosten ab. Finanziert wird das Projekt z.B. durch Zuschüsse des Schulverwaltungsamtes und der Kommunen, über Fördervereine und Sponsoren. Auch die Eltern beteiligen sich in der Regel mit einem Unkostenbeitrag an der Finanzierung.



   Themenschwerpunkte: 


Kennenlernen / Vertrauen schaffen
Zu Beginn des Projekts steht das Kennenlernen von Projektleiter/-innen und Schüler/-innen im Mittelpunkt. Eine vertrauensvolle Atmosphäre ist für den weiteren Projektverlauf und als Basis für die Interaktionsübungen von großer Bedeutung.

Erlebnispädagogik
Teil des Projekts sind gemeinsame Unternehmungen (Schlittschuhlaufen, Klettern o.ä.), bei denen sich die Teilnehmer/innen in ungewohnten Situationen kennenlernen und neue Erfahrungen machen können.

Life-Skill-Training
In diesem Baustein sollen persönliche Stärken erkannt und gefördert, spezifische Fertigkeiten vermittelt und in der Interaktion mit anderen erprobt werden. Hier geht es z.B. um Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit, Einfühlungsvermögen, Durchsetzungsvermögen usw.

Standfestigkeitstraining
Hier wird Selbstbehauptung und Standfestigkeit bei sozialer Beeinflussung und Gruppendruck trainiert.

Information über Konsum und Sucht
Gesundheitsförderung steht im Mittelpunkt des fünften Bausteins. Altersgemäß wird über Konsum und Sucht informiert. Insbesondere wird der eigene Gebrauch von Konsum- und Arzneimitteln angesprochen, sowie der Einfluss der Werbung auf das eigene Konsumverhalten thematisiert.



„Im Gleichgewicht“ 


   Projektbeschreibung: 

„Im Gleichgewicht“ gliedert sich in fünf Phasen:

1. Kennenlernen, Aufwärmen, Vertrauen finden (3 Einheiten)
2. Erlebnispädagogischer Exkurs (3 Einheiten)
3. Fähigkeiten entdecken, Kooperation üben (6 Einheiten)
4. Standfestigkeit und Durchsetzungsfähigkeit üben (2 Einheiten)
5. Information und Interaktion zu Sucht, Drogen und Gesundheit (3 Einheiten)

Die Schüler/-innen durchlaufen in Form von Interaktionsübungen diese fünf Phasen.
Mit unterschiedlichen Methoden (Gespräch, Rollenspiel, Modellernen, positive Verstärkung, Übungen, Ausflüge/Klettern, Erfahrungsfeld der Sinne) sollen die allgemeine Lebenskompetenz der Teilnehmer/-innen, ihre Kompetenz zu eigenverantwortlichem Handeln zur Bewältigung der Lebensanforderungen einschließlich möglicher Probleme und Krisen bewußt gemacht und gefördert werden. Hierzu gehören sowohl die Entwicklung von alternativen Erlebnisformen („Wie verschaffe ich mir Wohlbefinden?“) als auch die Entwicklung von Standfestigkeit bei sozialer Beeinflussung.
Ziel ist es, durch Veränderungen von Einstellungen und Stärkung des Selbstwertgefühls einen indirekten Einfluss auf Drogenkonsum und Suchtverhalten auszuüben.


  Das Projekt-Team 

Das Projekt-Team besteht aus der/m Klassenlehrer/-in, einer Suchtpräventionsfachkraft der Fachstelle Prävention und ggfs. einem weiteren Kooperationspartner in der Schülerbörse.

Umfassende Dokumentationen des Projektes „Im Gleichgewicht“ sind bei der Fachstelle Prävention erhältlich.


"Mit Kopf, Herz und Hand" 


"Mit Kopf, Herz und Hand" soll die Lebenskompetenzen der SchülerInnen fördern und sie unterstützen ihre Lebensaufgaben einschließlich der Probleme und Krisen eigenverantwortlich und selbstbestimmt zu bewältigen. Das Konzept berücksichtigt alters- und geschlechtsspezifische Aspekte. Es trägt zur Verbesserung des Klassenklimas und zur Integration aller Kinder bei. Das präventive Gebot "Vorbeugen ist besser als heilen" wird innerschulisch und im sozialen Lebensraum der SchülerInnen verankert.

Das Projekt "Mit Kopf, Herz und Hand" ist unterteilt in acht Bausteine, die sich aufeinander beziehen und aufeinander aufbauen.

1. Affektives Training
2. Life Skill Training
3. Erlebnispädagogik
4. Standfestigkeitstraining
5. Infobaustein
6. Elternarbeit
7. Suchtprävention als Qualitätssicherung des Schulprofils
8. Kommunale Vernetzung

Das Projekt kann in unterschiedliche Fächer integriert werden, insbesondere in den KlassenlehrerInnenunterricht. Die Hauptzielgruppen sind SchülerInnen des 5. und 6. Schuljahrs. Damit es entsprechend wirkt, sollte es über ein Schuljahr hinweg durchgeführt werden. Ferner sollten themenbezogen weitere LehrerInnen und Fachkräfte aus dem Bereich der Jugendarbeit hinzugezogen werden


"Gender Mainstream" 


Schönheitsworkshop für Mädchen. (Frauenbilder, Eigen und Fremdwahrnehmung, Ernährungsgewohnheiten).
Körperwahrnehmung, Körpersteuerung, Körpersignale
Konstruktion von Geschlechtsidentität, geschlechtstypischer Einsatz von Suchtmitteln

Der Begriff Gender bezeichnet die gesellschaftlich, sozial und kulturell geprägten Geschlechtsrollen von Männern, Jungen, Frauen und Mädchen. Diese sind, anders als das biologische Geschlecht, erlernt und veränderbar.
Gender Mainstream bedeutet, bei allen Veranstaltungen die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Mädchen und Jungen zu berücksichtigen. Es gibt keine geschlechtsneutrale Wirk-lichkeit. Gender- Mainstream-Projekte haben zum Ziel, einen Beitrag zur Förderung der Gleichstellung zu leisten.

Es geht darum Geschlechtsidentität zu definieren und zu symbolisieren. Analysiert werden die Bewertung des eigenen Körpers und des Gesundheitszustandes, körperliche und psychosomatische Beschwerden und gesundheitsrelevantes Verhalten wie Rauchen, Alkohol- und Medikamentenkonsum sowie Ernährungsverhalten. In den Lösungsversuchen sind Rebellion und Anpassung, Zwänge und Wünsche, Eigen- und Fremdbilder eng miteinander verwoben.


"Rauchst Du noch oder lebst Du schon?" 


Das neue Rauchverbot an Hessischen Schulen seit dem 01.01.2005 ist als strukturelle Maßnahme sinnvoll und perspektivisch richtig. Aber erst wenn SchülerInnen nicht durch Verbote, sondern durch persönlichkeitsstärkende Maßnahmen eine bewusste Entscheidung für das Nichtrauchen treffen, ist das Ziel der „Rauchfreien Schule“ wirklich erreicht. Deshalb bietet die Fachstelle für Suchtprävention den Lehrkräften der 7. Jahrgangsstufe die Möglichkeit, sich umfassend zum Thema „Rauchen“ fortzubilden, um im Rahmen ihrer täglichen Lehrtätigkeit das Nichtrauchen thematisch einzubinden.

Projektrahmen
:

Die Lehrkräfte werden im Rahmen einer Fortbildung an zwei halben Tagen die Haltung der modernen Suchtprävention kennen lernen, um das Thema sicher repräsentieren zu können. Die Praxis wird anschließend direkt anhand von Übungen aus den Themenschwerpunkten erprobt und eingeübt. Abschließend entwickelt jede Lehrkraft, zugeschnitten auf die eigene Klasse und die Möglichkeiten der Schule, ein eigenes Ablaufkonzept.

Inhalte der Fortbildung:

Einstieg: Sucht und Suchtursachen
Theorie und Praxis: Bausteine des Projektes
Zukunftswerkstatt: Entwicklung eines eigenen Modellprojektes

Im Anschluss haben Sie die Möglichkeit, an einer Fortbildung teilzunehmen, in der die Inhalte des auf diesem Projekt aufbauenden Alkoholpräventionsprojektes „It´s not hard to drink soft!“ vermittelt werden.

Finanzierung:

Fortbildungskosten entstehen keine. Der Materialordner kostet 7,50 Euro.
Anfallende Unterrichtsmaterialien müssen von der Lehrkraft organisiert werden.

Eine Akkreditierung ist gewährleistet.

Themenschwerpunkte:

- Präventiv: Das Tankmodell
Sucht beginnt im Alltag! Hier werden mittels interaktiver Übungen Grundkenntnisse zur Sucht und deren Ursachen gelegt. Der Blick richtet sich auf die Konsumgewohnheiten im Alltag und vermittelt Verständnis dafür, warum Sucht entsteht und was man dagegen tun kann.

- Informativ: Tabak und Gesundheit
Die Wahrheit über das Rauchen! Hier werden in Kleingruppen verschiedene Blickwinkel auf die Substanz „Tabak“ erarbeitet: Die verschiedenen Giftstoffe und ihre gesundheitlichen Folgen, das Passivrauchen und Wissenswertes über die Wasserpfeife.

- Protektiv: Standfestigkeit in der Gruppe
Zum Nichtrauchen braucht man Mut! Hier werden Strategien des Gruppendrucks demaskiert und u.a. in Rollenspielen Techniken zur Standfestigkeit eingeübt.

- Kreativ: Nichtraucher-Kampagne
Gruppendruck positiv nutzen! Hier werden die Strategien der Tabak- und Alkoholindustrie entlarvt und in konstruktive Ideen umgewandelt: Die SchülerInnen werben bei ihren MitschülerInnen für das Nichtrauchen.



"It's not hard to drink soft" 


Wer in Zeiten von „Alkopops“ und „Binge drinking“ den Appell an Jugendliche richtet, die Finger vom Alkohol zu lassen, der lebt an ihrer Lebenswelt vorbei. Bei Alkohol als akzeptiertem, gesellschaftlichem Genussmittel muss die Suchtprävention, um glaubwürdig zu bleiben, an der Eigenverantwortung der Jugendlichen, aber auch an Alternativen arbeiten. Deshalb soll im Rahmen der Suchtprävention den Lehrkräften der 8. Jahrgangsstufe die Möglichkeit gegeben werden, sich umfassend zum Thema „Alkohol“ fortzubilden, um im Rahmen ihrer täglichen Lehrtätigkeit den verantwortungsvollen Konsum thematisch einzubinden.

Projektrahmen
:

Die Lehrkräfte werden im Rahmen dieser Fortbildung an einem Nachmittag ergänzend zum Thema „Sucht und Suchtursachen“ das Thema „Rausch und Risiko“, das im Jugendalter an Bedeutung gewinnt, kennen lernen. Die Praxis wird anschließend direkt anhand von Übungen aus den Themenschwerpunkten erprobt und eingeübt. Abschließend wird es für die Lehrkräfte die Gelegenheit geben, zu entscheiden, ob und wie sie das Thema in den Schulalltag einbauen möchten.

Inhalte der Fortbildung:

Einstieg: Rausch und Risiko
Theorie+Praxis: Bausteine des Projektes
Zukunftswerkstatt: Möglichkeiten der Umsetzung

Finanzierung:

Fortbildungskosten entstehen keine. Die Ergänzungen der Kopien zum „Tabakpräventionsprojekt-Ordner“ betragen 2,50 Euro.
Anfallende Unterrichtsmaterialien müssen von der Lehrkraft organisiert werden.

Eine Akkreditierung ist gewährleistet.

Themenschwerpunkte:

- Präventiv: Das Tankmodell
Mittels eines Quizes werden Inhalte und Erkenntnisse des voran gegangenen Tabakpräventionsprojektes abgefragt und dadurch wiederholt.

- Informativ: Tabak und Gesundheit
In Kleingruppen erarbeiten sich die SchülerInnen Informationen zur Substanz „Alkohol“: Wirkung von Alkoholkonsum, gesundheitliche Gefährdung bei Alkoholmissbrauch, Wissenswertes über Alkopops und Aufklärung über Co-Abhängigkeit.

- Protektiv: Eigenverantwortung
Nicht der Abstinenzgedanke steht hier im Vordergrund, sondern ein eigenverantwortlicher Umgang mit dem Alkohol: Wo fängt meine Verantwortung an? Und welche Regeln setze ich mir selbst beim Umgang mit Alkohol?

- Kreativ: Party ohne Alkohol
Alkohol kann auf einer Party viele verschiedene Funktionen übernehmen: Kontakt/Kennenlernen, Freundschaft/Geselligkeit, Entspannung/Genuss und Freiheit/Unabhängigkeit. Für diese Funktionen sollen nun alternative Lösungen gefunden werden: Die Party ohne Alkohol kann beginnen.