Grundlage des Projekts bildet die Idee, Spielzeug für einen begrenzten
Zeitraum aus dem Mittelpunkt zu nehmen, um Raum zu schaffen für Kreativität,
Phantasie und Eigeninitiative und damit auch für Selbstbestätigung
und Selbstbewusstsein.
Es gibt den Kindern Frei-Raum, Spiel-Raum und viel Zeit, sich und andere
kennenzulernen. Jetzt können neue Spiele und Spielsachen erfunden und
ausprobiert werden.
„Spielen“ ist elementarer Bestandteil der kindlichen Lebenswelt.
Spielend lernen und entdecken sie die Welt. Zum Spielen brauchen sie aber
kein „Zeug“ – sondern Freunde, Zeit und Ideen. Was sie
sonst zum Spielen brauchen, organisieren und besorgen sie selbst...
Für den Zeitraum von drei Monaten wird das Spielzeug aus dem Kindergarten
entfernt. Die Sachen werden gemeinsam mit den Kindern weggeräumt. Die
Erzieher/innen begeben sich verstärkt in die Rolle der Beobachter/innen
und Moderatoren/innen. Elementarer Bestandteil des Projekts ist die Einbeziehung
der Eltern und Großeltern.
Das Projekt wird von der Fachstelle für Suchtprävention begleitet.
Eine lange und intensive Vorbereitungsphase unterstützt das Gelingen
des Projekts.
1. Für ErzieherInnen
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Information über das Projekt |
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Angebot von Fortbildungen zum Thema |
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Praxisbegleitung bei der Durchführung des
Projekts |
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Unterstützung bei der Auswertung des Projekts
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2. Für Eltern
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Information über Prävention und das
Projekt in Form eines Elternabends zu Projektbeginn |
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Elternabend zur Auswertung und zum Erfahrungsaustausch
zum Projektende |
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Bei Interesse Angebot eines Elternseminars, bzw.
weiterer Elternabende zur Vertiefung der Thematik |
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Grundbaustein: Kinder stark machen - Grundlagen
der Suchtprävention im Kindesalter (zweitägig) |
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Baustein: Eltern stark machen – suchtpräventive
Elternarbeit (zweitägig) |
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Baustein: Suchtpräventive Projektmöglichkeiten
(eintägig) |
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Baustein: Suppenkasper und Naschkatzen –
Möglichkeiten der Suchtprävention beim Umgang mit Ernährung
(eintägig) |
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Baustein: Einrichtungen stark machen – Gesundheitsförderung
im Kindergarten (eintägig) |
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Baustein: Computer-Kids – wieviel „neue
Medien“ braucht das Kind? (eintägig) |
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Baustein: Spielzeugfreier Kindergarten –
ein Projekt stellt sich vor (eintägig) |
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Baustein: Kleine und große Genießer
– Förderung von Sinneswahrnehmung und Genuß in der
KT |
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Baustein: Suchtprävention interkulturell |
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Baustein: Kinder im Hortalter stark machen |
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Baustein: Kleinkinder stark machen |
Bei den Überlegungen, wie Suchterkrankungen vermieden werden können,
wendet sich die Aufmerksamkeit immer mehr den ersten Lebensjahren des Kindes
zu. Die wirksamste Art der Immunisierung gegen Suchtgefahren ist die frühestmögliche
Stärkung von gesundem Verhalten. Die pädagogischen Fachkräfte
in Kindereinrichtungen haben damit für die Suchtvorbeugung eine Schlüsselposition.
Die Fortbildungsreihe bietet die Gelegenheit, den theoretischen Hintergrund
der Suchtprävention im Kindesalter und die praktischen Handlungsmöglichkeiten
kennenzulernen und gemeinsam weiterzuentwickeln.
Die TeilnehmerInnen erhalten in dieser Veranstaltung grundlegende Informationen
zum Thema Suchtprävention. Vorrangig wird ein Einblick in die aktuellen
Arbeitsweisen der Suchtprävention gewährt: Was Suchtprävention
heute heißt, welche Lebensbereiche sie umfaßt und welche Möglichkeiten
sie bietet. Ziel ist, daß die TeilnehmerInnen suchtpräventive
Anteile ihrer eigenen pädagogischen Arbeit erkennen und ihre diesbezüglichen
Fähigkeiten erweitern. Sie sollen befähigt werden, Projekte und
strukturelle Veränderungen in ihrer eigenen Einrichtung zu initiieren.
Die Fortbildungen dauern je nach Thema ein oder zwei Tage und sind in sich
abgeschlossen. Lediglich die Teilnahme am Grundbaustein ist Voraussetzung
für den Besuch weiterer Veranstaltungen. Auch die einzelnen Fortbildungseinheiten
sind als Bausteinpakete konzipiert, aus denen die Teilnehmenden gemeinsam
die Schwerpunkte für den Tagesablauf auswählen können. Hierdurch
ist eine starke Teilnehmerorientierung gewährleistet. Erfahrungsaustausch,
Anwendung von Lerninhalten auf die eigene Arbeitssituation und geschlechtsspezifische
Betrachtungweise sind weitere zentrale Qualitätsmerkmale . Inhaltlich
orientiert sich die Fortbildung an der hessischen Rahmenkonzeption für
Suchtprävention und stellt Lebenskompetenzförderung als Methode
in den Mittelpunkt.
Jede Fortbildungseinheit wird nach dem standardisierten Evaluationsverfahren
für Multiplikatorenfortbildungen der hessischen Fachkräfte für
Suchtprävention evaluiert. Alle Veranstaltungen der letzten vier Jahre
erreichten eine Gesamtbeurteilung der Teilnehmenden von Note zwei oder besser
im Schulnotensystem
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Papilio wird in Hessen getragen vom Hessischen Sozialministerium, der AOK
- Die Gesundheitskasse in Hessen, der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen
e.V. und den hessischen Fachstellen für Suchtprävention in den
Landkreisen und kreisfreien Städten.
Ziele des Programms sind, durch den regelmäßigen Einsatz von
vorbeugenden pädagogischen Maßnahmen
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Sozialemotionale Kompetenzen bei
Kindern zu fördern |
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Frühe Verhaltensprobleme zu
verhindern oder zu reduzieren |
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Die Bewältigung von altersspezifischen
Entwicklungsaufgaben zu unterstützen, um damit langfristig der
Entwicklung von Problemen mit aggressiv-dissozialem Verhalten und
Substanzmissbrauch im Jugendalter vorzubeugen. |
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Kinder sollen befähigt werden auf aggressives und dissoziales Verhalten
im Umgang mit anderen zu verzichten bzw. dieses erst gar nicht zu entwickeln.
Die psychosoziale Gesundheit der Kinder soll zielgerichtet gestärkt
werden und darüber hinaus sollen sie gefördert werden eine stabile,
selbstbewusste Persönlichkeit aufzubauen. Diese Grundlagen sind geeignet
um die Sucht- und Gewaltbereitschaft langfristig in allen Lebensabschnitten
zu verringern.
Die Wirksamkeit von Papilio wurde in einer Studie nachgewiesen: Papilio-Kinder
entwickeln ihre sozial-emotionalen Kompetenzen stärker und ausgeprägter
als andere Gleichaltrige. Verhaltensprobleme werden nachweislich reduziert.
Das ist das Ergebnis einer mehrjährigen Studie mit über 700 Kindern,
deren Eltern und über 100 ErzieherInnen.

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Papilio beinhaltet Maßnahmen auf drei Ebenen:
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Die ErzieherInnen:
Auseinandersetzung mit dem eigenen Erziehungsverhalten und Weiterbildung
im entwicklungsfördernden ErzieherInnenverhalten und den kindorientierten
Maßnahmen. Papilio ist eine Weiterqualifizierung für ErzieherInnen
mit einem Zertifikatsabschluss.
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Die Kinder:
Der/die ErzieherIn vermittelt drei kindorientierte Maßnahmen
und implementiert diese wiederkehrend in den pädagogischen Alltag
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1. |
Spielzeug-macht-Ferien-Tag: Kinder
treten ohne übliches Spielzeug miteinander in Kontakt und lernen,
mit sich selbst und anderen umzugehen. |
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2. |
Paula und die Kistenkobolde: Kinder
lernen den Umgang mit eigenen und Gefühlen anderer. |
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3. |
Meins-deinsdeins-unser-Spiel:
Kinder lernen spielerisch den Umgang mit sozialen Regeln. |
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Die Eltern:
Der/die ErzieherIn vermittelt den Eltern entwicklungsförderndes
Erziehungsverhalten und gibt Informationen zu pädagogischen Themen
in Elternabenden. Papilio unterstützt somit Eltern und Erziehende
bei der immer anspruchsvolleren Aufgabe, Kinder zu begleiten und zu
fördern.
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Die qualifizierte Papilio-Fortbildung gliedert sich in ein Basis- und ein
Vertiefungsseminar. Das Basisseminar umfasst 3 ganze und 4 halbe Tage, die
inhaltlich aufeinander aufbauen. Während des Basisseminars kann Papilio
bereits im Kindergartenalltag eingesetzt werden. Das Vertiefungsseminar
dauert zwei ganze Tage. Es erweitert die theoretischen Kenntnisse und bezieht
konkrete Fälle und Erfahrungen aus der Praxis ein. Jede/r ErzieherIn
erhält ein umfassendes Medienpaket. Die Kosten dieser Medien im Wert
von 234.-€ werden von der AOK Hessen und dem Hessischen Sozialministerium
getragen. Eine detaillierte Aufstellung der Fortbildungskosten erhalten
Sie bei der/m Papilio-TrainerIn in Ihrem Landkreis (siehe oben).
Weiterführende Infos erhalten Sie auf der Papilio-Homepage unter:
www.papilio.de
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