Taschengeld  

 Sparschein

  Wieviel Taschengeld ist richtig? - Überprüfen Sie Ihre Einschätzung ...!
  Wann soll das erste Taschengeld gezahlt werden?
  Taschengeld ist wichtig, weil ...
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  Wieviel Taschengeld ist richtig? - Überprüfen Sie Ihre Einschätzung ...!  

In fast jeder Familie kommen sie vor: Intensive Diskussionen über die Höhe des Taschengeldes. Mit der folgenden Tabelle können Sie Ihre eigenen Vorstellungen vergleichen mit der Empfehlung des Redaktionsteams von starke-eltern.de (auch wir haben intensiv diskutieren müssen...). Nachdem Sie die Tabelle komplett ausgefüllt haben, erscheint über Mausklick auf den Button "Vergleich" unsere Empfehlung.

Beachten Sie bitte beim Ausfüllen:
Das Taschengeld steht zur freien Verfügung und die Kinder brauchen davon keine regelmäßigen Bedarfsartikel zu finanzieren (z.B. Kleidung, Schulsachen wie Stifte etc., Geburtstagsgeschenke, Schwimmbadeintritt).
In der Altersgruppe bis einschließlich 9 Jahre ist es sinnvoll, das Taschengelder wöchentlich ausgezahlt werden, da die Kinder in diesem Alter noch keine größeren Zeiträume überblicken können.
1.
  wöchentliches Taschengeld (bis 9 Jahre)

Alter
Betrag
unter 6
6 - 7
8 - 9



2.
  monatliches Taschengeld (10 -15 Jahre)

Alter
Betrag
10
11
12
13
14
15



3.
  Für Jugendliche ab 16 Jahre, die wegen Schulausbildung oder Arbeitslosigkeit noch von den Eltern abhängig sind

Alter
Betrag
16
17
18

Grundsätzlich muss sich die Bemessung des Taschengelds am gesamten Familien-Budget orientieren. Ein engerer finanzieller Rahmen oder auch finanzielle Probleme in der Familie, bedingt z.B. durch Arbeitslosigkeit, begrenzen auch das Taschengeld für die Kinder.
Hier gibt es nur ein Rezept: Sprechen Sie mit ihren Kindern offen über die finanziellen Möglichkeiten. Nur so lassen sich die Einschränkungen auch vermitteln.

Schreiben Sie uns unter redaktion@starke-eltern.de Ihre Meinung, Erfahrungen oder Anregungen zum Thema Taschengeld. Wir freuen uns über einen lebhaften Austausch!



  Wann soll das erste Taschengeld gezahlt werden?  

Sinnvoll ist das erste Taschengeld ab dem Alter, in dem das Kind dem Geld einen gewissen Wert zuordnen kann, wenn schon eine bessere Vorstellung von Zahlen entwickelt wird. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass der Schulanfang ein günstiger Zeitpunkt ist mit dem Zahlen von Taschengeld anzufangen. Dabei ist es wichtig, dem Kind das Taschengeld regelmäßig und pünktlich zu einem vereinbarten Termin zu geben.



  Taschengeld ist wichtig, weil ...  

  Kinder lernen, ihr Geld einzuteilen und damit auszukommen.
  der Umgang mit Geld ein wichtiger Schritt in Richtung beginnender Selbstbestimmung und Eigenverantwortung ist.
  durch frühzeitigen, bewusstem Umgang mit Geld die Grundlagen geschaffen werden für sinnvolles Haushalten und Wirtschaften im Erwachsenenalter.
  die Kinder lernen, dass für größere Anschaffungen gespart werden muss. Freiwilliges Sparen bedeutet auch zu lernen, Verzicht zu üben, zu planen und seine Pläne einzuhalten.
  eigene Wünsche und Vorlieben sich so selbstständig realisieren lassen ohne ständiges Betteln bei den Eltern. Sie vermeiden, dass ihre Kinder zu Bittstellern erzogen werden.
  Wünsche nicht unbegrenzt finanzierbar sind!
  das für das Kind bedeuten kann, ohne eigenes Geld in der Gruppe der Gleichaltrigen ausgegrenzt zu werden. Es muss sich auch materiell etwa an Freizeitaktivitäten (Kinobesuche, Schwimmbad) beteiligen können.
  wichtige Erfahrungen gemacht werden mit Lust und Frust unserer Konsumgesellschaft.
  die Freude erlebt werden kann, anderen Geschenke machen zu können.



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Taschengeld - Tipps für einen sinnvollen Umgang
1.
  Taschengeld ist Geld zur freien Verfügung.

Das Kind kann sich grundsätzlich kaufen, was es möchte (z.B. CD's, Spielsachen, Zeitschriften, Bücher ....). Gerade am Anfang gibt es immer die gleichen Verhaltensweisen. Zuerst wird nur gespart, bewundert, planlos Süßigkeiten gekauft und das Geld ist schnell aufgebraucht. Diese Verhaltensweise ist für kleine Kinder typisch. Sie wollen alles und das möglichst schnell. Auf Dauer entwickeln Kinder aber ein ausgewogenes Kaufverhalten von Süßigkeiten bis hin zu Spielsachen oder Büchern.

2.
  Machen Sie ihrem Kind keine Vorwürfe!

Irrtümer beim Kauf oder planloses Kaufen gehören dazu, notwendige eigene Erfahrungen zu machen. Wenn das Kind sich verkalkuliert hat, ist das schon Strafe genug. Einzige Einschränkung: Was gekauft wird, darf weder ungesund noch gefährlich sein. Wenn der pubertierende Jugendliche vom Taschengeld etwa Zigaretten kauft, müssen Sie einschreiten.

3.
  Taschengeld ist kein Bestrafungsinstrument

  Drohen Sie nicht mit einer Kürzung des Taschengeldes etwa wegen schlechter Noten.
  Halten Sie sich zurück mit ihrer Bewertung von sinnvoll und überflüssig.
  Geldgeschenke, etwa von Verwandten zum Geburtstag, dürfen nicht verrechnet werden.
  Vermeiden Sie auf jeden Fall beim Auszahlen des Geldes geringschätzende Bemerkungen und Gesten ("...Eigentlich hast du dir das ja mit deinem ständigen Frechsein gar nicht verdient..." ).
  Zahlen Sie immer regelmäßig. Das Kind muss planen können.
  Verpflichten Sie Ihr Kind nicht, sparen zu müssen. Sparen muss freiwillig sein und kann nur so erlernt werden.
  Bessern Sie finanziell nicht nach, wenn das Geld zu schnell ausgegeben wurde.
  Zu hohe Zahlungen, die fast alle Wünsche möglich machen, sind pädagogisch absolut falsch. Das Kind muss auch Verzicht lernen.
  Taschengeld soll nicht für notwendige Anschaffungen wie etwa Bekleidung oder Schulsachen verwendet werden. Damit verliert es seinen ursprünglichen Sinn.
  Das Dazuverdienen in kleinen Jobs darf nicht zu einer Minderung des Taschengeldes führen. Damit nimmt man den Anreiz, selbstständig die finanzielle Situation mit eigener Leistung zu verbessern.

4.
  Wie sollte gespart werden?

Für kleinere Kinder ist Sparen ein abstrakter, geplanter Vorgang. Ein gefülltes Sparschwein kann sinnlich wahrgenommen werden und bekommt so seinen Reiz. Mit einem Sparbuch können Kinder in diesem Alter in der Regel nicht viel anfangen. Ein Sparbuch erfüllt dieses Kriterium nicht. Größere Geldbeträge (z.B. Geldgeschenke von Verwandten zum Geburtstag ...) sollten von den Eltern auf einem Sparkonto angelegt werden. Kinder sind mit größeren Geldsummen überfordert.

5.
  Orientierung an den Erwachsenen

Kinder nehmen genau wahr, wenn Vater und Mutter für den Urlaub oder andere besondere Dinge sparen und Geld für Notfälle weglegen. Die Eltern bleiben immer Vorbild, auch bei der Finanzplanung.
Stehen Sie mit Rat und Tat zur Seite, aber nur, wenn Sie danach gefragt werden. So behält das Kind das Gefühl, dass die Eltern ihm den Umgang mit Geld auch zutrauen.

6.
  Die gute alte Wunschliste

Eine Wunschliste hat viele Vorteile, nicht nur vor Weihnachten oder vor dem Geburtstag. Das Kind liest schwarz auf weiß, wofür es beim Sparen durchhalten soll.
Das motiviert und schützt gleichermaßen vor unüberlegten Spontankäufen. Im übrigen muss es nicht immer das teuerste sein. Wenn Sie als Eltern bei einem Geschenk die Wahl getroffen haben, Ihr Kind aber auf der teureren Lösung bestehen möchte, kann es selbst entscheiden, ob es sein angespartes Taschengeld für den Differenzbetrag opfern möchte.

7.
  Mein Kind ist bereits volljährig.

Wenn die Jugendlichen trotz Volljährigkeit vom elterlichen Haushalt wirtschaftlich abhängig sind, sollten sie ihr Taschengeld weiterhin erhalten. Die angemessene Summe liegt hier bei 61,- €, wiederum abhängig von der familiären Situation.
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