In fast jeder Familie kommen sie
vor: Intensive Diskussionen über die Höhe des Taschengeldes. Mit
der folgenden Tabelle können Sie Ihre eigenen Vorstellungen vergleichen
mit der Empfehlung des Redaktionsteams von starke-eltern.de (auch wir haben
intensiv diskutieren müssen...). Nachdem Sie die Tabelle komplett ausgefüllt
haben, erscheint über Mausklick auf den Button "Vergleich"
unsere Empfehlung.
Beachten Sie bitte beim Ausfüllen:
Das Taschengeld steht zur freien Verfügung und die Kinder brauchen
davon keine regelmäßigen Bedarfsartikel zu finanzieren
(z.B. Kleidung, Schulsachen wie Stifte etc., Geburtstagsgeschenke, Schwimmbadeintritt).
In der Altersgruppe bis einschließlich 9 Jahre ist es sinnvoll, das
Taschengelder wöchentlich ausgezahlt werden, da die Kinder in diesem
Alter noch keine größeren Zeiträume überblicken können.
Quelle: Redaktionsteam
starke-eltern.de
Grundsätzlich muss sich die
Bemessung des Taschengelds am gesamten Familien-Budget orientieren. Ein
engerer finanzieller Rahmen oder auch finanzielle Probleme in der Familie,
bedingt z.B. durch Arbeitslosigkeit, begrenzen auch das Taschengeld für
die Kinder.
Hier gibt es nur ein Rezept: Sprechen Sie mit ihren Kindern offen über
die finanziellen Möglichkeiten. Nur so lassen sich die Einschränkungen
auch vermitteln.
Schreiben Sie uns unter redaktion@starke-eltern.de
Ihre Meinung, Erfahrungen oder Anregungen zum Thema Taschengeld. Wir freuen
uns über einen lebhaften Austausch!
Sinnvoll ist das erste Taschengeld
ab dem Alter, in dem das Kind dem Geld einen gewissen Wert zuordnen kann,
wenn schon eine bessere Vorstellung von Zahlen entwickelt wird. Die Erfahrungen
haben gezeigt, dass der Schulanfang ein günstiger Zeitpunkt ist mit
dem Zahlen von Taschengeld anzufangen. Dabei ist es wichtig, dem Kind
das Taschengeld regelmäßig und pünktlich zu einem vereinbarten
Termin zu geben.
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Kinder lernen, ihr Geld einzuteilen und damit auszukommen.
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der Umgang mit Geld ein wichtiger Schritt in Richtung
beginnender Selbstbestimmung und Eigenverantwortung ist. |
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durch frühzeitigen, bewusstem Umgang mit Geld
die Grundlagen geschaffen werden für sinnvolles Haushalten
und Wirtschaften im Erwachsenenalter. |
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die Kinder lernen, dass für größere
Anschaffungen gespart werden muss. Freiwilliges Sparen bedeutet
auch zu lernen, Verzicht zu üben, zu planen und seine Pläne
einzuhalten. |
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eigene Wünsche und Vorlieben sich so selbstständig
realisieren lassen ohne ständiges Betteln bei den Eltern. Sie
vermeiden, dass ihre Kinder zu Bittstellern erzogen werden. |
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Wünsche nicht unbegrenzt finanzierbar sind! |
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das für das Kind bedeuten kann, ohne eigenes
Geld in der Gruppe der Gleichaltrigen ausgegrenzt zu werden. Es
muss sich auch materiell etwa an Freizeitaktivitäten (Kinobesuche,
Schwimmbad) beteiligen können. |
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wichtige Erfahrungen gemacht werden mit Lust und
Frust unserer Konsumgesellschaft. |
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die Freude erlebt werden kann, anderen Geschenke
machen zu können. |
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Taschengeld
- Tipps für einen sinnvollen Umgang
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Taschengeld
ist Geld zur freien Verfügung. |
Das Kind kann sich grundsätzlich kaufen, was es möchte (z.B. CD's,
Spielsachen, Zeitschriften, Bücher ....). Gerade am Anfang gibt
es immer die gleichen Verhaltensweisen. Zuerst wird nur gespart,
bewundert, planlos Süßigkeiten gekauft und das Geld ist schnell
aufgebraucht. Diese Verhaltensweise ist für kleine Kinder typisch.
Sie wollen alles und das möglichst schnell. Auf Dauer entwickeln
Kinder aber ein ausgewogenes Kaufverhalten von Süßigkeiten bis hin
zu Spielsachen oder Büchern.
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Machen
Sie ihrem Kind keine Vorwürfe! |
Irrtümer beim Kauf oder planloses Kaufen gehören dazu, notwendige
eigene Erfahrungen zu machen. Wenn das Kind sich verkalkuliert hat,
ist das schon Strafe genug. Einzige Einschränkung: Was gekauft wird,
darf weder ungesund noch gefährlich sein. Wenn der pubertierende
Jugendliche vom Taschengeld etwa Zigaretten kauft, müssen Sie einschreiten.
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Taschengeld
ist kein Bestrafungsinstrument |
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Drohen Sie nicht mit einer Kürzung des
Taschengeldes etwa wegen schlechter Noten. |
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Halten Sie sich zurück mit ihrer Bewertung
von sinnvoll und überflüssig. |
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Geldgeschenke, etwa von Verwandten zum Geburtstag,
dürfen nicht verrechnet werden. |
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Vermeiden Sie auf jeden Fall beim Auszahlen
des Geldes geringschätzende Bemerkungen und Gesten ("...Eigentlich
hast du dir das ja mit deinem ständigen Frechsein gar
nicht verdient..." ). |
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Zahlen Sie immer regelmäßig. Das
Kind muss planen können. |
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Verpflichten Sie Ihr Kind nicht, sparen zu
müssen. Sparen muss freiwillig sein und kann nur so erlernt
werden. |
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Bessern Sie finanziell nicht nach, wenn das
Geld zu schnell ausgegeben wurde. |
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Zu hohe Zahlungen, die fast alle Wünsche
möglich machen, sind pädagogisch absolut falsch.
Das Kind muss auch Verzicht lernen. |
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Taschengeld soll nicht für notwendige
Anschaffungen wie etwa Bekleidung oder Schulsachen verwendet
werden. Damit verliert es seinen ursprünglichen Sinn.
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Das Dazuverdienen in kleinen Jobs darf nicht
zu einer Minderung des Taschengeldes führen. Damit nimmt
man den Anreiz, selbstständig die finanzielle Situation
mit eigener Leistung zu verbessern. |
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Wie sollte
gespart werden? |
Für kleinere Kinder ist Sparen ein abstrakter, geplanter Vorgang.
Ein gefülltes Sparschwein kann sinnlich wahrgenommen werden und bekommt
so seinen Reiz. Mit einem Sparbuch können Kinder in diesem Alter
in der Regel nicht viel anfangen. Ein Sparbuch erfüllt dieses Kriterium
nicht. Größere Geldbeträge (z.B. Geldgeschenke von Verwandten zum
Geburtstag ...) sollten von den Eltern auf einem Sparkonto angelegt
werden. Kinder sind mit größeren Geldsummen überfordert.
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Orientierung
an den Erwachsenen |
Kinder nehmen genau wahr, wenn Vater und Mutter für den Urlaub
oder andere besondere Dinge sparen und Geld für Notfälle
weglegen. Die Eltern bleiben immer Vorbild, auch bei der Finanzplanung.
Stehen Sie mit Rat und Tat zur Seite, aber nur, wenn Sie danach
gefragt werden. So behält das Kind das Gefühl, dass die
Eltern ihm den Umgang mit Geld auch zutrauen.
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Die gute
alte Wunschliste |
Eine Wunschliste hat viele Vorteile, nicht nur vor Weihnachten oder
vor dem Geburtstag. Das Kind liest schwarz auf weiß, wofür
es beim Sparen durchhalten soll.
Das motiviert und schützt gleichermaßen vor unüberlegten
Spontankäufen. Im übrigen muss es nicht immer das teuerste
sein. Wenn Sie als Eltern bei einem Geschenk die Wahl getroffen haben,
Ihr Kind aber auf der teureren Lösung bestehen möchte, kann
es selbst entscheiden, ob es sein angespartes Taschengeld für
den Differenzbetrag opfern möchte.
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Mein
Kind ist bereits volljährig. |
Wenn die Jugendlichen trotz Volljährigkeit vom elterlichen
Haushalt wirtschaftlich abhängig sind, sollten sie ihr
Taschengeld weiterhin erhalten. Die angemessene Summe liegt
hier bei 61,- €, wiederum abhängig von der familiären
Situation.
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